Mother of Mercy - IV Symptoms of Existence

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Mother of Mercy - IV Symptoms of Existence

Label: Bridge Nine
VÖ: 04. Februar 2011

14.11.2011 - Es gibt mal wieder was Neues bei Bridge Nine Records und dieses Mal sind es Mother of Mercy mit „Symptoms of Existence“. Doch kann die Band dem durchaus guten Ruf des Labels gerecht werden oder ist die Scheibe nur ein Staubkorn am endlosen Strand der kurzweiligen Hardcore-Bands?

Zu allererst möchte ich ein wenig auf die musikalische Richtung eingehen, da Mother of Mercy durchaus mehr machen, als nur belanglosen Metalcore, denn im Gegenteil verkörpern Sie eine Musik Richtung, die meines Erachtens, in den letzten Jahren immer mehr in Mode gekommen ist und bei dieser Musik Richtung handelt es sich um „Holy Terror“.

Dem ein oder anderen Leser wird jetzt sicherlich ein Fragezeichen auf der Stirn stehen und wahrscheinlich zu Stift und Papier oder eben zum nächst besten E-Mail-Programm seiner Wahl greifen, doch lasst es mich erst einmal erklären, wieso es für mich nicht nur Metalcore ist.

Die Musik ist durchaus sehr düster und die Texte sind alle durchaus etwas okkult angehaucht und teilweise beinhalten, diese Texte eine gewisse Transzendenz, die der Band schon fast etwas mysteriöses andichten lässt und genau das ist der springende Punkt, denn all das wurde von den frühen Holy-Terror-Bands, allen voran Integrity, groß gemacht.

In den letzten Jahren konnte man einen gewissen Trend sehen, was solch eine Musik angeht und somit ordne ich Mother of Mercy durchaus in dieses Segment ein. Doch genug über Schubladen diskutiert, kommen wir zum wesentlichen Teil und zwar der Scheibe „Symptoms of Existence“ selber. Der Opener „Forever Night, Forever Mourning“ kann man durch aus, als eine sehr klassiche Einleitung betrachten. Langsam wird das Schlagzeug nach und nach lauter und immer stürmen die verzehrten Gitarren aus dem Hintergrund hervor. Das ganze erinnert mich ein wenig an "Vocal Test“ von Integrity auf der „Humanity is the devil“. Das Intro spielt direkt in der erste Lied über und bläst zum Marsch gegen Gott und seine himmlischen Horden.

Jedes Lied reiht sich in nach und nach in das vorherige und man hat nicht das Gefühl, dass irgend eins der Lieder irgendwie langweilig ist, auch wenn an manchen Stellen in den Songs ein Gefühl von „das habe ich doch schon mal gehört“ aufkommt.

Das Artwork ist sehr düster gehalten und glänzt mit viel grau und schwarz. Die Mitte wird von einer verzerrten Fratze verziert, die den Anschein macht, als würde sich leiden und das obwohl sie wie der Teil einer Skulptur wirkt. Man könnte das Cover, als eine Art entarteten Fiebertraum, eines griechischen Bildhauers der Antike bezeichnen und gibt gut die Stimmung der Platte wieder.

Alles in allem ist die Platte recht gut und ich denke, dass Fans von Integrity, Ringworm oder auch Pulling Teeth durchaus ihren Spaß an ihr haben werden. Zwar kommt hin und wieder ein Gefühl des Wiedererkennens, während des Hörens auf, was aber im Endeffekt nicht den guten und soliden Eindruck des gesamt Werkes schmälert. (sr)

Unsere Bewertung:

4 / 5 Punkte

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