The Acting Apes - Dirty Intentions

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The Acting Apes - Dirty Intentions

Label: Crazy Love
VÖ: 23. April 2010

17.05.2010 - Gibt man einem Affen eine Schreibmaschine und unendlich viel Zeit, dann, so besagt in der Wahrscheinlichkeitstheorie das sogenannte Infinite-Monkey-Theorem, wird er durch das Herumtippen ziemlich sicher irgendwann Shakespeares Komplettwerk abliefern. Wer gerade mal wieder nicht unendlich viel Zeit zum Warten hat, der kann stattdessen versuchen, anstelle von einem intellektuellen ohne eigene Absichten lieber drei wildgewordene Affen mit schmutzigen Absichten zu nehmen. Und weil man zu Shakespeare so schlecht tanzen kann, knnte man den Affen Gitarre, Schlagzeug und Kontrabass zur Verfgung stellen, um zu sehen, ob dann das nchste Peacocks-, Living-End-, Tiger-Army- oder Mad-Sin-Album dabei herauskommt (um den Affen eine realistische Chance zu geben, nimmt man am Besten solche, die aus der selben Ecke der Republik kommen wie letztere, obwohl sie sich allerdings eher an ersteren orientieren).

Es verwundert wenig, dass ein solches Experiment mit gewissen Startschwierigkeiten anluft. "Kiss of a Vampire" ist jedenfalls schonmal kein Song, ber den sich die Menschheit gro unterhalten wird, und dieses Schicksal teilt er sich mit einigen anderen auf dem Album. Besser wird's, wenn Kitty Casket, die Sngerin der sterreichischen Kollegen Kitty In A Casket als Verstrkung fr "Second Choice" hinzugeholt wird. Aber auch ohne sie klappen das Social-Distortion-mige "Wicked Witch Insanity", "Fake TV", das erfrischende "Stillwater Runs Deep", "Good Karma" und vor allem das Meisterwerk "Obsessed" gut. So richtig viel Power entwickelt sich jedoch zu keiner Zeit, whrend die Melodien und der (oft mehrstimmig gestaltete) mitreiende Gesang durchaus gefallen. Die Affen machen sich also gut, aber ganz gem den gngigen Formulierungen des Infinite-Monkey-Theorems liefern sie nichts, was nicht so hnlich schon dagewesen wre. (ys)

Unsere Bewertung:

3 / 5 Punkte

3 / 5 Punkte

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