Apoptygma Berzerk, Essence of Mind - 21.02.2014 - Glauchau, Alte Spinnerei

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Apoptygma Berzerk, Essence of Mind - 21.02.2014 - Glauchau, Alte Spinnerei

09.03.2014 - 2014. Das erste Konzert des Jahres steht an und so machte man sich auf den Weg ins mehr als beschauliche Glauchau in der Nähe von Chemnitz, um bis dato eine der besten Live-Bands im Bereich zwischen Synth-Pop und Indie-Rock zu erleben. Die Rede ist von Apoptygma Berzerk, welche sich in ihrer über zwanzigjährigen Bandkarriere nicht nur einmal neu erfunden haben. Das kann man jetzt finden wie man will - live gaben die Norweger um Mastermind Stephan Groth stets eine überaus gute Figur ab. Kurz nachdem wir bereits zwei Stunden vor Einlass vor der Venue eintrafen, die einen Charme aus Gartensparte und rustikaler Gaststätte versprühte und bereits die ersten Hardcore-Fans anwesend waren, kam es für uns erst einmal zu einem sehr interessanten Interview mit einem äußerst entspannten sowie redseligen Stephan Groth. Bald hier zu lesen - freut euch drauf!

Nach einem verfrühten Einlass aufgrund des enormen Andrangs begannen Essence of Mind überpünktlich, die gerade ihre EP "Hate" auf den Markt geworfen haben, mit ihrem Set. Trotz Live-Erfahrungen als Support von Zeromancer und Apoptygma Berzerk (bereits 2009) sprang der Funke leider nicht vollständig auf das Publikum über. Als Anheizer passten sie musikalisch jedoch gut ins Bild und ließen die Vorfreude auf APOP nur noch mehr wachsen.

Diese legten nach einem Intro auch direkt mit "Unicorn", einem ihrer größten Hits los und das Publikum startete in der fast ausverkauften Alten Spinnerei direkt durch und legten mit einer Remix-Version von "Eclipse" gleich nach. Anschließend wurde es mit "Burning Herectics" vom Debütalbum richtig oldschool und die Fans ließen die Norweger spüren, dass sie genau das hören wollen. Auch wenn der Großteil der Songs - wie auch beim letztjährigen Mera Luna Festival - erneut über zehn Jahre auf dem Buckel hatten, fügten sich auch neuere Nummern wie "In this Together", "Shadow" oder das brandneue "Dead Air Einz" perfekt ins Set ein. Ganz APOP like wurde natürlich auch kräftig gecovert und so durfte natürlich auch "Shine On" und der "Major Tom" nicht fehlen, dessen Coverversion - wie wir im Interview erfuhren - aufgrund der enormen Popularität quasi extra auf die deutschen Fans zugeschnitten wurde.

Bruder Jonas Groth - auch das ist mittlerweile bei APOP Headliner Shows Tradition - durfte ebenfalls wieder eins solo auf dem Keyboard zum Besten geben. Auf der APBL2014 Tour war das "Shake the Disease" von Depeche Mode und was soll ich sagen? Der Kerl hat's drauf! Im Zugabenblock gab es mit "Untitled Too" noch eine echte Rarität (da der Song auf keinem regulären Album vertreten ist, sondern lediglich auf remasterten Versionen & EPs zu finden ist), bevor es mit "Non-Stop-Violence" und "Paranoia" noch einmal richtig auf die Mütze gab und auch der letzte mit einem zufriedenen Grinsen nach Hause gehen konnte.

APOP live - egal in welchem Jahr - ist eben immer ein Erlebnis! (bp)

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